BMW M 1000 RS: 218 PS für das stärkste Hyper Naked Bike der Welt

BMW stellt die M 1000 RS mit 218 PS und 196 kg vor. Das auf 1.000 Stück limitierte Hyper Naked Bike kostet 40.000 Euro.

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Eine M 1000 RR ohne Vollverkleidung, dafür mit breitem Lenker und aufrechter Sitzposition: BMW stellt die M 1000 RS als stärkstes Hyper Naked Bike der Welt vor. 218 PS, Carbon und Titan sind gesetzt. Der Preis allerdings auch: 40.000 Euro.

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Es gibt Motorräder, bei denen man schon beim Blick auf die Daten ahnt, dass die rechte Hand besser mit Bedacht arbeitet. Die neue BMW M 1000 RS gehört eindeutig dazu. Ihr Vierzylinder stammt aus der M 1000 RR und bringt 218 PS auf die Straße. Gleichzeitig sitzt man auf der RS nicht wie auf einem vollverkleideten Superbike hinter einer Scheibe, sondern auf einem unverkleideten Motorrad mit breitem Lenker und vergleichsweise aufrechter Sitzposition.

BMW nennt die M 1000 RS das stärkste Hyper Naked Bike der Welt. Das ist eine Ansage – und die Münchner können sie mit ihren Eckdaten zumindest eindrucksvoll untermauern.

Superbike-Motor, freier Blick auf die Technik

Der 999-Kubik-Vierzylinder leistet 160 kW, also 218 PS, bei 14.500 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment von 113 Nm liegt bei 11.000 Touren an. Wer den Motor aus der M 1000 RR kennt, weiß: Das ist kein Triebwerk, das seine Arbeit schon im Standgas erledigt. Die Leistung will gedreht werden – und dann vermutlich sehr deutlich daran erinnern, dass hier ein Superbike-Herz schlägt.

Von null auf 100 km/h soll die RS in 3,2 Sekunden beschleunigen. Bei 283 km/h ist Schluss. Auf einem Naked Bike ist das mehr als eine Zahl fürs Datenblatt: Ohne große Verkleidung bekommt der Fahrtwind reichlich Gelegenheit, mitzureden. Die M 1000 RS dürfte deshalb besonders auf der Landstraße und beim Herausbeschleunigen aus Kurven ihren Reiz ausspielen – nicht als gemütlicher Kilometerfresser, sondern als sehr ernst gemeintes Sportgerät.

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Sitzposition: nach vorn, aber nicht voll auf dem Tank

Die technische Basis bildet die M 1000 R mit M Competition Paket. Für die RS übernimmt BMW die Fußrastenanlage der M 1000 RR und erhöht den Sitz um 20 Millimeter. Dadurch sitzt man stärker nach vorn orientiert und hat mehr Druck auf dem Vorderrad. Gleichzeitig bleibt die Grundhaltung die eines Hyper Naked Bikes: breiter Lenker, direkter Zugriff und eine Position, die im Alltag weniger kompromisslos wirken dürfte als die eines Superbikes.

Das klingt nach einer spannenden Mischung. Auf der Rennstrecke hilft die aktivere Haltung dabei, das Motorrad präzise anzubremsen und in die Kurve zu drücken. Auf der Landstraße sollte sie trotzdem nicht verlangen, dass man sich permanent flach über den Tank faltet. Wie gut dieser Spagat gelingt, wird sich natürlich erst bei einer ersten Fahrt zeigen.

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Carbon, Titan und das Heck der M 1000 RR

Beim Material spart BMW nicht an den auffälligen Stellen. Zur Ausstattung gehören M Carbonräder, eine Volltitan-Abgasanlage und matte Carbon-Winglets mit RS-Schriftzug. Das Heck stammt von der M 1000 RR. Dazu kommen ein gebürsteter Aluminiumtank und ein Sitz in Alcantara-Leder-Optik mit RS-Stickerei.

Die Winglets sind dabei mehr als Dekoration: Sie sollen bei hohem Tempo aerodynamisch wirken. Zusammen mit der dunklen Lackierung und den Carbonteilen gibt die RS schon im Stand zu erkennen, aus welcher Richtung sie kommt. Das ist kein dezentes Naked Bike, das sich erst beim Starten wichtigmacht. BMW stellt die Technik sichtbar aus.

Auch bei der Ausstattung bleibt es sportlich und hochwertig. Dynamic Damping Control, Fahrmodi Pro, Schaltassistent Pro, Heizgriffe und Tempomat gehören ebenso dazu wie die M-Bremse. Das Motorrad kann also Rennstrecken-Attitüde, muss aber nicht bei jeder Ausfahrt auf Komfort verzichten.

RS heißt Rennsport – und bleibt exklusiv

Mit dem Kürzel RS knüpft BMW Motorrad an eine lange Rennsportgeschichte an. Die neue M 1000 RS soll diese Tradition in die heutige M-Welt übertragen: als unverkleidetes Motorrad mit Superbike-Motor und klarer Ausrichtung auf Performance.

Ganz alltäglich dürfte die Begegnung mit ihr trotzdem nicht werden. Weltweit baut BMW nur 1.000 Exemplare. Ab März 2027 soll die Maschine bei den Händlern stehen. In Deutschland kostet sie 40.000 Euro.

Die M 1000 RS richtet sich damit an Fahrerinnen und Fahrer, die den Auftritt und die Technik eines Superbikes wollen, aber lieber mit breitem Lenker und freier Sicht auf Motor und Fahrwerk unterwegs sind. 218 PS ohne große Verkleidung sind eine ziemlich klare Einladung zum Grinsen – und vermutlich ebenso klare Aufforderung, die Gashand im Griff zu behalten.

Video BMW M 1000 RS

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Galerie BMW M 1000 RS

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