Retrokit: Alte Vespa bekommt einen Elektroantrieb

Retrokit aus Italien rüstet klassische Vespas auf Elektroantrieb um. Der Umbau kostet rund 4.000 Euro und ermöglicht bis zu 90 Kilometer Reichweite.

Retrokit Vespa

Das italienische Unternehmen Retrokit aus Rimini hat sich darauf spezialisiert, klassische Vespa-Roller auf Elektroantrieb umzurüsten. Dabei bleibt die charakteristische Karosserie erhalten, während der bisherige Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor ersetzt wird.

Das Unternehmen um Gründer Alex Leardini bietet die Umrüstung sowohl als Werkstattleistung als auch in Form eines Bausatzes an. Der Umbau kann direkt bei Retrokit in Rimini, bei einem Vertriebspartner oder mit entsprechendem handwerklichem Geschick in Eigenregie erfolgen.

So funktioniert der Elektro-Umbau

Zunächst wird der ursprüngliche Verbrennungsmotor aus der Vespa ausgebaut. An seine Stelle tritt ein elektrisches Antriebssystem mit Batterie und der notwendigen Steuerungselektronik. Die klassische Blechkarosserie bleibt erhalten, sodass der Roller seinen ursprünglichen Charakter weitgehend bewahrt.

Retrokit bietet unterschiedliche Umrüstsätze an und berät Kunden bei der Auswahl des passenden Antriebs für das jeweilige Vespa-Modell. Wer den Umbau selbst durchführen möchte, erhält eine Montageanleitung und Unterstützung durch das Unternehmen.

Bis zu 90 Kilometer Reichweite

Nach dem Umbau fährt die Vespa rein elektrisch. Laut Retrokit sind mit einer Akkuladung etwa 85 Kilometer möglich, bei günstigen Bedingungen auch bis zu 90 Kilometer.

Geladen wird an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose. Ein vollständiger Ladevorgang dauert ungefähr vier Stunden.

Umbau für rund 4.000 Euro

Die Kosten für einen Umrüstsatz liegen laut Bericht bei rund 4.000 Euro, abhängig vom jeweiligen Vespa-Modell. Zusätzlich können bei einer professionellen Montage Arbeitskosten entstehen.

Retrokit bietet neben den Elektro-Kits auch Restaurierungsarbeiten, Lackierungen und Ersatzteile im klassischen Stil an.

Für den elektrischen Antrieb besteht laut Bericht eine TÜV-Zulassung. Vor einem Umbau in Deutschland sollten Besitzer dennoch klären, welche Abnahme und Eintragung für ihr konkretes Fahrzeug erforderlich sind.

Quelle: Retrokit

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