Triumph Street Triple 798, Tiger 900 und Tiger 1200: Drei große Neuheiten für 2027
Triumph kündigt für 2027 die Street Triple 798 sowie neue Tiger 900 und Tiger 1200 an. Vor allem Motor und Radar-Technik machen neugierig.
Triumph legt für das Modelljahr 2027 ordentlich nach. Neben der neuen Bonneville T40 stehen gleich drei weitere wichtige Neuheiten in den Startlöchern: eine komplett überarbeitete Street Triple 798 sowie neue Versionen der Tiger 900 und Tiger 1200. Noch hält sich Triumph bei den technischen Daten zurück, die ersten Bilder verraten aber bereits einiges.
Street Triple wächst von 765 auf 798
Die spannendste Neuheit für sportlich orientierte Fahrer dürfte die Street Triple 798 sein. Schon der Name zeigt, wohin die Reise geht: Die bisherige 765er-Kennung verschwindet, an ihre Stelle tritt die 798. Das passt zu Triumphs bereits angekündigtem neuen, größeren Moto2-Motor für die Saison 2027.
In der Moto2 soll das neue Aggregat gegenüber dem bisherigen Rennmotor rund sechs Prozent mehr Spitzenleistung liefern. Visordown nennt etwa 150 bhp für die Rennversion. Für die Straßenversion lässt sich daraus allerdings noch keine konkrete Leistung ableiten. Die aktuelle Street Triple RS kommt auf 128 bhp beziehungsweise rund 130 PS. Mehr Leistung und Drehmoment für die 798 gelten als wahrscheinlich, offizielle Werte stehen aber noch aus.

Auch optisch fast ein neues Motorrad
Bei einem größeren Motor allein bleibt es nicht. Die Street Triple bekommt eine deutlich aggressivere Front mit neuen Tagfahrlichtern, die einen zentralen LED-Scheinwerfer einrahmen. Auch Rahmen, Schwinge und Verkleidungsteile wirken auf den ersten Bildern weitgehend neu.
An der Gabel sind Details zu erkennen, die auf eine Showa SFF-BP schließen lassen. Am hinteren Federbein fällt zudem ein goldfarbener Ausgleichsbehälter auf. Ob Triumph bei der RS erneut auf ein Öhlins-Federbein setzt, ist noch nicht bestätigt.

Tiger 900 und Tiger 1200 mit Radar
Parallel überarbeitet Triumph seine beiden großen Reiseenduros. Sowohl bei der Tiger 900 als auch bei der Tiger 1200 ist auf den ersten Bildern ein nach vorn gerichteter Radarsensor zu erkennen. Das spricht stark dafür, dass Triumph künftig einen adaptiven Tempomaten anbieten wird.
Gerade bei der Tiger 900 wäre das bemerkenswert. Radarbasierte Assistenzsysteme sind in dieser Hubraumklasse noch längst nicht selbstverständlich. Bei der Tiger 1200 würde Triumph damit dagegen zu Konkurrenten aufschließen, die eine adaptive Geschwindigkeitsregelung bereits anbieten. Die bisherigen Topversionen der Tiger 1200 nutzen Radar bislang vor allem nach hinten für Totwinkel- und Spurwechselassistenten.
Alle Details dürften bald folgen
Triumph lässt bei den drei Motorrädern bewusst noch einige Fragen offen. Klar ist aber schon jetzt: Die Street Triple bekommt für 2027 weit mehr als eine Modellpflege, und auch bei Tiger 900 und Tiger 1200 zeichnet sich ein deutlicher Technikschritt ab. Spätestens rund um die EICMA dürften Leistung, Ausstattung, Varianten und Preise offiziell werden.
Quelle: Triumph
