Stark VARG SM Sköll: 80 Elektro-PS im schwarzen Wikinger-Look

Die Stark VARG SM Sköll bringt 80 PS, Titan-Teile und düsteren Sonderlack. Nur 500 Stück werden gebaut – zum Preis von 14.990 Euro.

Stark VARG SM Sköll elektrische Supermoto

Stark Future legt bei seiner Elektro-Supermoto noch einmal nach – und zwar nicht leise. Die Stark VARG SM Sköll trägt Schwarz von der Maske bis zur Schwinge, setzt goldene Akzente und bekommt die volle 80-PS-Ausbaustufe. Wer auf lautlose Randale im Supermoto-Stil steht, sollte allerdings schnell sein: Weltweit sollen nur 500 nummerierte Exemplare entstehen.

Sköll ist mehr als nur eine neue Farbe

Basis bleibt die bekannte VARG SM, doch Stark greift für die Sonderedition zur stärkeren Alpha-Konfiguration. Der Elektromotor liefert in der Spitze 59 kW beziehungsweise 80 PS. Das klingt für ein Motorrad mit nur 123,4 Kilogramm fahrfertigem Gewicht ziemlich unvernünftig – also genau richtig für eine Supermoto. Stark nennt außerdem gewaltige 914 Nm am Hinterrad. Dieser Wert ist wegen der Übersetzung nicht direkt mit dem Motordrehmoment eines Verbrenners vergleichbar, macht aber klar, wohin die Reise geht.

Die Energie steckt in einem 7,2-kWh-Akku mit 420 Volt. Je nach Einsatz nennt der Hersteller bis zu 183 Kilometer in der Stadt, 118 Kilometer im gemischten Betrieb am Stadtrand und 81 Kilometer nach WMTC. Wer ständig aus jeder Ecke feuert, wird diese Werte naturgemäß nicht sehen. Geladen wird mit dem mobilen 3,3-kW-Lader: Von null auf 80 Prozent sollen rund 82 Minuten vergehen, eine komplette Füllung dauert an 240 Volt ungefähr zwei Stunden.

Stark VARG SM Sköll mit goldenen Details
Schwarz, Gold und ein paar leichte Titan-Teile: Die Sköll macht optisch keinen Hehl aus ihrem Sonderstatus.

Titan-Diät und echtes Supermoto-Fahrwerk

Für die Sköll gibt es 3D-gedruckte Titan-Fußrasten, die laut Stark 140 Gramm sparen. Ein Titan-Schraubensatz soll weitere 900 Gramm herausholen. Insgesamt liegt die Sonderedition damit rund 1,1 Kilogramm unter der normalen VARG SM. Das ist kein Unterschied, der aus einem gemütlichen Pendler plötzlich ein Rennmotorrad macht – aber bei einem ohnehin leichten Bike zählt eben jedes Gramm.

Vorne arbeitet eine voll einstellbare 48-Millimeter-KYB-Gabel mit geschlossenem Cartridge-System. Die Federwege betragen üppige 290 Millimeter vorne und 303 Millimeter hinten. Brembo liefert die Stopper mit 320er Scheibe vorn und 220 Millimetern hinten. Auf den 17-Zoll-Rädern stecken Pirelli Diablo Rosso IV in 120/70 und 140/70. Damit ist die Sköll klar für Asphalt und enge Kurven gebaut – auch wenn ihre Optik eher nach Endzeit-Film aussieht.

Preis, Führerschein und Verfügbarkeit

In Deutschland ruft Stark 14.990 Euro auf. Die Auslieferung soll im Oktober 2026 beginnen. Interessant für jüngere Fahrer: Durch die für die Führerscheinklasse maßgebliche Dauerleistung soll die Maschine trotz der hohen Spitzenleistung mit A1 fahrbar sein. Vor dem Kauf sollte man die konkrete Zulassung natürlich mit Händler und Papieren abgleichen.

Zum Paket gehört auch das Arkenstone-Display mit Navigation, GPX-Unterstützung und Updates über die Luft. Unterm Strich ist die Sköll also keine reine Garagen-Königin, sondern eine voll ausgestattete VARG SM mit mehr Leistung, weniger Gewicht und maximal düsterem Auftritt. Nach den angekündigten 500 Stück soll Schluss sein – eine zweite Serie ist nicht geplant.

Quelle: Stark Future

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