Ducati Desmo450 SM: 63,5 PS und Slicks für die Supermoto-Strecke

Ducatis erste Renn-Supermoto bringt 63,5 PS, Showa-Fahrwerk und 16,5-Zoll-Vorderrad. Ab Dezember 2026 soll die Desmo450 SM erhältlich sein.

Ducati Desmo450 SM im Supermoto-Renneinsatz auf der Strecke

Ducati schickt seine 450er-Plattform auf den Asphalt: Die neue Desmo450 SM ist die erste Renn-Supermoto aus Borgo Panigale. Ihre Basis ist die Desmo450 MX, doch für enge Kurven, harte Bremszonen und den typischen Drift am Kurveneingang haben die Italiener deutlich mehr geändert als nur Räder und Reifen.

Desmo-Einzylinder mit 63,5 PS

Der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder hat 449,6 Kubikzentimeter Hubraum und desmodromische Ventilsteuerung. Ducati nennt 63,5 PS bei 9.400 U/min sowie 53,5 Nm bei 7.500 U/min. Erst bei 11.900 U/min setzt der Drehzahlbegrenzer ein. Ein Quickshifter unterstützt beim Hochschalten. Eine eigens abgestimmte Suter-Anti-Hopping-Kupplung soll das kontrollierte Anstellen des Hinterrads beim Anbremsen erleichtern.

Ducati Desmo450 SM in Ducati Red, Seitenansicht

Der Aluminiumrahmen stammt im Kern von der MX. Das Fahrwerk bekam dagegen eine Supermoto-Abstimmung, an der Showa nach Ducati-Angaben direkt beteiligt war. Vorn arbeitet eine voll einstellbare 49-mm-Upside-down-Gabel mit 280 Millimetern Federweg, hinten stehen 295 Millimeter zur Verfügung.

16,5 Zoll vorn, Brembo und Rennslicks

Typisch für die Disziplin ist das 16,5-Zoll-Vorderrad. Hinten misst die Excel-Felge 17 Zoll. Beide Räder nutzen das schlauchlose Bartubeless-System und tragen Metzeler Racetec Slick SM. Wer mit ihr auf eigener Achse zur Strecke fahren möchte, sollte also nicht von einem normalen Straßenmotorrad ausgehen.

Ducati Desmo450 SM beim Driften auf der Supermoto-Strecke

Vorn verzögert ein radial montierter Brembo-Stylema-Sattel an einer 310-mm-Scheibe von Galfer, hinten gibt es eine 240-mm-Scheibe. Die vordere Bremsanlage und die Gabelbrücken wurden auf die Anforderungen beim Supermoto-Bremsen ausgelegt. Der Tank fasst 7,2 Liter.

Elektronik hilft auch beim Rausbeschleunigen

Die Traktionskontrolle ist speziell für Supermoto abgestimmt, bietet vier Stufen und lässt sich abschalten. Dazu kommen Power Launch, Engine Brake Control und zwei Fahrmodi. Mit dem optionalen Com-Link-Modul und der X-Link-App können Fahrer Einstellungen anpassen und die Belastung von Motorkomponenten auswerten.

Bei einem Rennmotorrad gehören die Wartungsintervalle zur Kaufentscheidung: Ölwechsel alle 15 Betriebsstunden, Kolbenwechsel und Ventilspielkontrolle nach 45 Stunden, komplette Motorrevision nach 90 Stunden. Die Desmo450 SM soll ab Dezember 2026 bei ausgewählten europäischen Händlern stehen. Einen Preis nennt Ducati in der vorliegenden Meldung noch nicht.

Galerie

Quellen: Ducati Media House

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