Honda CB500: Neuer Retro-Einzylinder startet in Indien
Die neue Honda CB500 verbindet klassische Roadster-Optik mit einem 501-Kubik-Einzylinder. Ein Europastart als GB500S bleibt aber unbestätigt.
Honda bringt in Indien eine neue CB500 an den Start – und diesmal steckt kein Reihenzweizylinder im Rahmen. Stattdessen setzt der klassisch gezeichnete Roadster auf einen luft- und ölgekühlten Einzylinder mit 501 Kubikzentimetern. Das Ergebnis sieht ein wenig so aus, als hätte Honda die bekannte GB350S eine Nummer größer aufgelegt. Genau deshalb dürfte die Maschine auch bei europäischen Retro-Fans Interesse wecken.
501 Kubik, rund 28 PS und ordentlich Drehmoment
Der neue Single leistet nach den bislang veröffentlichten Angaben rund 28 PS und entwickelt 43,3 Nm Drehmoment. Damit ist die CB500 kein Leistungsmonster, will sie aber auch gar nicht sein. Im Mittelpunkt stehen entspannte Landstraßenrunden, ein kräftiger Antritt aus niedrigen Drehzahlen und überschaubare Technik statt Drehzahlorgien.
Das Rezept erinnert klar an die kleinere GB350S: klassischer Rundscheinwerfer, tropfenförmiger Tank, eine weitgehend aufrechte Sitzposition und ein langer, gerader Auspuff. Dazu kommen ein Doppelfederbein am Heck und je nach Version Guss- oder Speichenräder.

Drei Versionen und fünf Farben
In Indien bietet Honda drei Ausführungen an. Das Basismodell fährt auf Gussrädern vor und ist in Pearl Igneous Black sowie Pearl Deep Ground Gray erhältlich. Darüber rangiert eine Variante mit schlauchlosen Speichenrädern, für die Rebel Red Metallic 2 und Mat Steel Silver Metallic vorgesehen sind. Das Spitzenmodell kombiniert klassische Speichenräder mit einer schwarzen Lackierung und kontrastierenden Zierlinien.
Der indische Einstiegspreis liegt bei 275.000 Rupien. Die Version mit schlauchlosen Speichenrädern kostet 299.900 Rupien, das Topmodell 301.900 Rupien. Eine direkte Umrechnung in Euro ist allerdings wenig hilfreich: Steuern, Transport, Homologation und die jeweilige Marktpositionierung sorgen in Europa regelmäßig für deutlich andere Preise.

Wird daraus eine Honda GB500S für Europa?
Spannend wird die CB500 durch die Frage, ob Honda sie auch nach Europa holt. Hier wäre die Bezeichnung GB500S naheliegend. Die GB350S ist bereits etabliert, außerdem wurde der größere Name in Europa registriert. Eine offizielle Modellbestätigung ist das allerdings nicht.
Auch über einen möglichen europäischen Preis lässt sich derzeit nur spekulieren. Visordown rechnet anhand des Preisverhältnisses der GB350S mit ungefähr 5.500 britischen Pfund. Für Deutschland kann daraus kein belastbarer Betrag abgeleitet werden. Honda hat bislang weder einen Europastart noch eine deutsche Preisposition bestätigt.
Ein Gegenentwurf zum PS-Wettrüsten
Genau darin könnte der Reiz der großen Retro-Single liegen. Rund 28 PS klingen auf dem Papier nicht spektakulär, reichen auf kleinen Landstraßen aber für eine entspannte Gangart. Gleichzeitig verspricht der größere Hubraum mehr Druck als bei der GB350S, ohne das Bike unnötig schwer oder kompliziert zu machen.
Ob wir die CB500 tatsächlich als GB500S beim Honda-Händler sehen, bleibt abzuwarten. Das Motorrad selbst ist jedoch serienreif und in Indien bereits eingepreist. Für europäische Fans klassischer Einzylinder ist das zumindest mehr als eine bloße Designstudie – und ein durchaus guter Grund, Hondas Modellprogramm im Auge zu behalten.
Quelle: Honda Indien
