Kawasaki Ninja H2 ist zurück: Kompressor-Power für 2027
Kawasaki bringt Ninja H2, H2 Carbon und H2R zurück. Für 2027 gibt es einen stark überarbeiteten Kompressormotor und neue Technik.
Die Kawasaki Ninja H2 ist zurück. Rund zehn Jahre nach dem Debüt der spektakulären Kompressor-Baureihe bringt Kawasaki sein außergewöhnliches Sportmotorrad für das Modelljahr 2027 in umfassend überarbeiteter Form wieder auf die Straße. Gleichzeitig kehren die limitierte Ninja H2 Carbon und die ausschließlich für die Rennstrecke gedachte Ninja H2R zurück.
Am Grundrezept ändert sich dabei nichts: Im Mittelpunkt steht weiterhin der aufgeladene Motor. Technisch hat Kawasaki allerdings deutlich tiefer eingegriffen, als es der auf den ersten Blick bekannte Auftritt vermuten lässt.

Kompressormotor fast komplett überarbeitet
Der Motor der neuen Ninja H2 sieht äußerlich zwar vertraut aus, im Inneren wurde laut Kawasaki jedoch nahezu jeder wichtige Bereich angefasst. Das Verdichterrad des Kompressors und das Ansaugsystem wurden komplett neu konstruiert.
Dazu kommen neue Kolben, ein neuer Zylinderkopf, neue Zylinder, eine überarbeitete Kurbelwelle und neue Nockenwellen. Auch Drosselklappengehäuse, Abgasanlage und Getriebeübersetzungen wurden überarbeitet.
Das Ziel war dabei nicht einfach nur mehr Spitzenleistung. Kawasaki legt den Schwerpunkt auf mehr Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich, ohne den für die H2 typischen Leistungsschub bei hohen Drehzahlen zu verlieren. Das maximale Drehmoment liegt bei 8.500 U/min an. Mit Ram Air erreicht die straßenzugelassene Ninja H2 eine Spitzenleistung von 209 PS.
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Neue Abgasanlage und Brembo Hypure
Auch die Abgasanlage wurde neu entwickelt. Kawasaki arbeitet mit optimierten Rohrdurchmessern, einer geänderten Vorschalldämpfer-Konstruktion und einem kompakteren Endschalldämpfer. Das spart Gewicht und soll gleichzeitig das Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich unterstützen.
Eine Premiere gibt es bei der Bremse: Die Ninja H2 ist das erste Kawasaki-Modell mit Brembo–Hypure–Bremssätteln an der Vorderachse. Sie sollen geringes Gewicht mit einem präzisen und linearen Ansprechverhalten verbinden.
Beim Rahmen bleibt Kawasaki dem bekannten Konzept treu. Die H2 nutzt weiterhin einen Gitterrohrrahmen, der hohe Steifigkeit mit gezielt zugelassener Flexibilität verbinden soll und damit insbesondere bei sehr hohen Geschwindigkeiten für Stabilität sorgen soll.

KYB-Gabel und Öhlins-Federbein
Auch beim Fahrwerk fährt Kawasaki ordentlich auf. Vorn arbeitet eine KYB AOS-II-Gabel, hinten kommt ein Öhlins TTX36-Federbein zum Einsatz.
Neu gestaltet wurde außerdem das Cockpit. Für das Display stehen zwei unterschiedliche Darstellungen zur Wahl. Eine orientiert sich optisch an der Silhouette der Luftkanäle, die zweite stellt die Kompressoraufladung stärker in den Mittelpunkt. Dazu kommen von der Luftfahrt inspirierte Anzeigen für Schräg- und Fahrzeuglage.

Elektronikpaket mit Launch Control und Quickshifter
Natürlich kommt ein Motorrad wie die Ninja H2 nicht ohne umfangreiche elektronische Helfer aus. Kawasaki nennt für H2 und H2 Carbon unter anderem KCMF Cornering Management, die überarbeitete KTRC-Traktionskontrolle, KLCM Launch Control und das KIBS-Antiblockiersystem.
Hinzu kommen der Kawasaki Quick Shifter, die Engine Brake Control, ein elektronischer Öhlins-Lenkungsdämpfer und ein elektronischer Tempomat. Über die Rideology App lässt sich außerdem das Smartphone mit dem Motorrad verbinden.
Ninja H2 Carbon ebenfalls wieder da
Neben der normalen H2 kehrt auch die Ninja H2 Carbon zurück. Die limitierte Variante unterscheidet sich unter anderem durch ihre obere Verkleidung aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFRP).
Die H2 Carbon ist sogar früher erhältlich als das Basismodell. Kawasaki nennt einen Preis von 35.800 Euro ab Werk beziehungsweise 36.350 Euro inklusive Überführung. Die ersten Motorräder sollen bereits ab Oktober 2026 verfügbar sein.
H2R bleibt das über 300 PS starke Extremmodell
Und dann wäre da noch die Ninja H2R. Sie ist weiterhin ausschließlich für die Rennstrecke vorgesehen und leistet mehr als 300 PS. Damit bleibt sie das kompromisslose Spitzenmodell der Kompressor-Familie.
Die H2R wird ausschließlich auf Kundenbestellung produziert. Kawasaki verlangt 58.000 Euro ab Werk, inklusive Überführung werden 58.550 Euro fällig. Erste Auslieferungen sind für das Frühjahr 2027 angekündigt.
Ninja H2 startet bei 32.500 Euro
Die straßenzugelassene Ninja H2 kostet im Modelljahr 2027 32.500 Euro ab Werk. Mit Überführung liegt der Preis bei 33.050 Euro. Als Farbe nennt Kawasaki Mirror Coated Spark Black. Verfügbar sein soll die H2 ab April 2027.
H2 und H2 Carbon werden mit Kawasakis Vier-Jahres-Garantie angeboten. Für die reine Rennstreckenmaschine H2R gilt dieses Garantiepaket nicht.
Damit feiert eine der ungewöhnlichsten Sportmotorrad-Baureihen der vergangenen Jahre tatsächlich ihr Comeback. Und Kawasaki beschränkt sich nicht darauf, die H2 einfach wieder ins Programm zu stellen: Motor, Ansaugung, Abgasanlage, Bremsen, Cockpit und Elektronik wurden für die neue Generation umfangreich angefasst.
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Quelle: Kawasaki Deutschland




























