Fahrbericht: Ducati Monster Plus 2026 – Weniger Gewicht, mehr Fahrspaß

Ducati Monster Plus 2026: 111 PS, nur 185 kg und jede Menge Fahrspaß. Was kann die neue Generation des legendären Naked Bikes?

Ducati Monster
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Die Ducati Monster ist eine Institution. Seit 1993 steht sie für eine einfache Idee: ein kräftiger Zweizylinder, ein möglichst leichtes Motorrad und möglichst wenig überflüssige Verkleidung. Mehr braucht es kaum, um auf kurvigen Landstraßen glücklich zu werden.

Über drei Jahrzehnte später hat sich die Monster deutlich verändert. Der Gitterrohrrahmen ist Geschichte, und mit dem Modelljahr 2026 verabschiedet sich Ducati auch von der traditionellen Desmodromik. Was bleibt, ist der Anspruch, ein agiles, charakterstarkes Naked Bike zu bauen.

Neuer V2 mit 111 PS

Herzstück ist der flüssigkeitsgekühlte 890-Kubik-V2. Der 90-Grad-Zweizylinder leistet 111 PS bei 9.000 U/min und liefert 91,1 Nm bei 7.250 U/min. Zusammen mit dem fahrfertigen Gewicht von rund 185 Kilogramm verspricht das reichlich Temperament.

Der V2 schiebt bereits beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven kräftig an. In den sportlichen Fahrprogrammen reagiert er direkt auf Gasbefehle. Auch die kernige Klangkulisse gehört zum Charakter der Monster.

Handlich durch die Kurven

Das geringe Gewicht und der Aluminium-Monocoque-Rahmen sollen die Monster besonders agil machen. Sie lenkt leicht ein, wechselt zügig die Schräglage und vermittelt dabei viel Kontrolle. Vorn arbeitet eine 43-Millimeter-Upside-down-Gabel von Showa, hinten ein Federbein desselben Herstellers.

Für die Verzögerung sorgen vorn zwei 320-Millimeter-Bremsscheiben mit radial montierten Brembo-Monoblock-Vierkolbensätteln. Im zugrunde liegenden Fahrtest wurde die Bremsanlage für ihre kräftige, gut dosierbare Wirkung gelobt.

Elektronik und Quickshifter serienmäßig

Die vier Fahrmodi Sport, Road, Urban und Rain verändern die Charakteristik des Motorrads. Dazu kommen Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle, Kurven-ABS und eine einstellbare Motorbremswirkung. Ein bidirektionaler Quickshifter ermöglicht das Hoch- und Herunterschalten ohne Kupplungsbetätigung. Die Einstellungen laufen über ein TFT-Farbdisplay.

Sitzposition und Alltag

Die Monster bindet den Fahrer mit einer aktiven Sitzposition und gutem Knieschluss ins Geschehen ein. Gleichzeitig bleibt der Kniewinkel alltagstauglich. Die serienmäßige Sitzhöhe liegt bei 815 Millimetern. Eine niedrigere Sitzbank senkt sie auf 795 Millimeter, mit Tieferlegungskit sind 775 Millimeter möglich.

Die Plus-Version besitzt eine kleine Cockpitverkleidung und eine abnehmbare Soziussitzabdeckung. Motor, Fahrwerk und Elektronik unterscheiden sich nicht von der normalen Monster.

Verbrauch und Reichweite

Ducati nennt 5,2 Liter Kraftstoffverbrauch auf 100 Kilometer. Im Fahrtest von Motorrad & Reisen wurden 5,9 Liter gemessen. Mit dem 14-Liter-Tank ergibt das rechnerisch rund 237 Kilometer Reichweite bis zum letzten Tropfen. Für ausgedehnte Touren ist das eher knapp.

Technische Daten der Ducati Monster Plus 2026

MotorFlüssigkeitsgekühlter 90-Grad-V2
Hubraum890 cm³
Leistung111 PS bei 9.000 U/min
Drehmoment91,1 Nm bei 7.250 U/min
GetriebeSechsgang, Quickshifter
RahmenAluminium-Monocoque
Vorderradbremse2 × 320 mm, Brembo
Sitzhöhe815 mm
Gewicht fahrfertigca. 185 kg
Tank14 Liter
Normverbrauch5,2 l/100 km
Testverbrauch (Motorrad & Reisen)5,9 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit232 km/h
Preis Monster Plusab 13.595 Euro inkl. Nebenkosten

Stärken und Schwächen

Zu den Stärken zählen das handliche Fahrverhalten, der kräftige V2, die leistungsfähigen Bremsen und die umfangreiche Serienelektronik. Auf der anderen Seite stehen der kleine Tank, der geringe Windschutz und der vergleichsweise hohe Preis. Fans der klassischen Monster werden zudem Gitterrohrrahmen und Desmodromik vermissen.

Fazit: Monster bleibt Monster

Die Ducati Monster Plus 2026 zeigt, dass ein Motorrad nicht an allen traditionellen Konstruktionsmerkmalen festhalten muss, um seinen Charakter zu bewahren. Der neue V2 liefert reichlich Leistung, das geringe Gewicht sorgt für Agilität und die hochwertige Bremsanlage passt zum sportlichen Gesamtpaket. Wer kurvige Nebenstraßen liebt, findet hier ein Naked Bike, das genau dafür gemacht ist.

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