Exeet Hyperquads: Über 200 PS, vier Räder und der Autoführerschein genügt

Exeet baut Hyperquads mit bis zu 210 PS auf BMW- und Kawasaki-Basis. Trotz extremer Fahrleistungen reicht der Pkw-Führerschein.

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210 PS, vier Räder und ein ganz normaler Autoführerschein: Exeet aus Euskirchen baut keine gewöhnlichen Quads, sondern extreme Straßenmaschinen mit Technik von BMW und Kawasaki. Und auch Ducati wäre als Basis spannend.

Wenn aus einem Superbike ein Quad wird

Statt gewöhnlicher Geländequads entstehen bei Exxet Spezialfahrzeuge mit breiter Spur, niedrigem Schwerpunkt und Pushrod-Fahrwerk. Bereits 2014 entstand die erste Blackbull auf Basis der Kawasaki Z1000; seit 2021 baut Exeet auch auf BMW-Technik.

Exeet MR: 210 PS aus der BMW M 1000 R

Die Exeet MR nutzt den 999 cm³ großen Vierzylinder der BMW M 1000 R. 210 PS bei 13.750 U/min, 116 Nm bei 11.100 U/min und rund 255 Kilogramm Fahrzeuggewicht stehen im Datenblatt. Exeet nennt etwa 2,75 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h. ABS, Traktionskontrolle und einstellbare Fahrmodi sollen die Leistung beherrschbar machen.

Blackbull H2 mit Kawasaki-Kompressor

Ein andere Exet-Modell – die Blackbull H2 – basiert auf der Kawasaki Z H2. Ihr aufgeladener 998-cm³-Vierzylinder leistet 200 PS und 137 Nm. Das etwa 280 Kilogramm schwere Hyperquad beschleunigt laut Exeet in 2,8 Sekunden auf 100 km/h. Damit gehört es zu den spektakulärsten straßenzugelassenen Vierrädern.

200 PS mit Pkw-Führerschein

Laut Exeet genügt für die entsprechend zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland die Führerscheinklasse B. Die Hyperquads werden als vierrädrige Kraftfahrzeuge mit LOF-Zulassung angeboten. Maßgeblich ist die konkrete Zulassung in den Fahrzeugpapieren. Eine Motorradfahrerlaubnis ist für diese Modelle nicht erforderlich – fahrerisches Können dagegen unbedingt.

Ein kostspieliges Vergnügen

Ein Herstellerkatalog von 2024 nannte für die Exeet MR einen Einstiegspreis von 59.500 Euro. Händlerangebote für die Blackbull H2 bewegen sich je nach Ausstattung etwa zwischen 47.000 und 53.000 Euro. Die individuell aufgebauten Spezialfahrzeuge haben laut Exeet üblicherweise drei bis sechs Monate Lieferzeit.

Herrlich unvernünftig

Braucht man ein offenes Vierrad mit über 200 PS? Sicher nicht. Aber ein BMW-Superbike-Motor, ein aufwendiges Fahrwerk und Beschleunigungswerte auf Sportwagenniveau machen die Exeet-Hyperquads zu einer faszinierenden Ausnahmeerscheinung. Wer eines fahren möchte, sollte sich vor allem über eines im Klaren sein: Vier Räder machen diese Leistung noch lange nicht harmlos.

Quellen: Exeet

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